Einbruchschutz aktiv gestalten

Mit einem guten Einbruchschutz verhält es sich wie mit dem guten Essen. Gut abgestimmte Kompositionen führen in der Regel zu den besten Ergebnissen. Deshalb ist es bei diesem Thema besonders wichtig, dass ein perfekt aufeinander abgestimmtes Zusammenwirken von mechanischen und elektronischen Sicherungstechniken stattfindet. Die Maßnahmen müssen vor allem an der gesamten Gebäudehülle, das heißt an allen Fenstern und Türen etc. durchgängig sein, denn außer dem Gelegenheitsdieb lassen sich professionelle Einbrecher nicht so leicht austricksen. Was nutzt die besonders sichere Haustüre und der Bewegungsmelder im Eingangsbereich, wenn auf der Gebäuderückseite im Schutz der natürlichen Bewachsung und der Dunkelheit in aller Ruhe das ungesicherte Kellerfenster aufgebrochen werden kann. Möglichkeiten den Einbruchschutz zu verbessern gibt es viele.

Beim Neubau oder dem Austausch von Komponenten wie Fenstern und Haustüren ist es relativ einfach, den Einbruchschutz direkt mit in die Planung  mit einzubeziehen und damit den optimalen Schutz zu erreichen. Aber auch bei vorhandenen Türen und Fensteranlagen kann durch geeignete Nachrüstmaßnahmen, wie z. B. Sicherheitsbeschläge nach DIN 18104 der Einbruchschutz deutlich verbessert, oder z.B. durch die nachträgliche Montage von einbruchshemmenden Rollläden je nach Einbausituation bis zur Widerstandsklasse RC 4 erreicht werden. Seit 2011 gilt in diesem Bereich die Europäische Norm EN 1627:2011 (in Deutschland als DIN-Norm DIN EN 1627:2011-09). Sie definiert Widerstandsklassen, Widerstandszeiten (Die Zeit, die ein Produkt einem Einbruch standhält), Tätertypen und den Modus operandi (Vorgehensweise der Täter). Seit September 2011 werden die Widerstandsklassen mit „RC“ für „resistance class“ bezeichnet.

Aber einfach auf eine der RC Klassen zu schielen, wäre zu wenig. Der Erfolg der Maßnahmen hängt in erster Linie von einer fachgerechten Beratung, der Auswahl geeigneter Produkte und vor allem deren Montage ab. Deshalb  empfiehlt die Polizei Errichterfirmen, die einem festgelegten Anforderungsprofil (Pflichtenkatalog) entsprechen. Hierzu gehört u. a. die fundierte Kenntnis über die Beratung und Montage der mechanischen Nachrüstprodukte. Der Pflichtenkatalog sieht aber auch vor, dass der handwerkliche Betriebsleiter, Meister und/oder Hauptverantwortliche an dieser Grundschulung teilnimmt. Es soll damit sichergestellt werden, das der Fachbetrieb seine Mitarbeiter entsprechend ausbilden kann und diese Arbeiten auch regelmäßig überwacht werden.

Nur so kann der Verbraucher möglichst sicher sein, dass er gut beraten und die Arbeiten fachgerecht ausgeführt werden. Denn was nutzt das beste Fenster, wenn es nicht ausreichend befestigt wird.

IfGA® wird ab dem Herbst 2012 Fachbetriebe aus den entsprechenden Handwerksbereichen ausbilden, um einen Eintrag in die Errichterliste beim zuständigen Landeskriminalamt zu ermöglichen.

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