Richtig Sanieren ...

Schenkt man der Studie der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz Glauben, so kann bis zum Jahr 2020 mit 68 Milliarden Kilowattstunden Strom die Jahresleistung von zehn Kernkraftwerken eingespart werden. Für ca. 24 Millionen Wohneinheiten in Deutschland, die als energetisch sanierungsbedürftig gelten, können weitere 155 Milliarden Kilowattstunden im Wärmebereich addiert werden. Aber auch im Bereich der sogenannten Nichtwohnungsgebäude schlummert ein riesiges Potential, das saniert werden kann bzw. muss. Gefördert wird das ganze unter anderem mit Krediten der KFW Bank, die allein in den vergangenen fünf Jahren 31 Mrd. Euro als Fördermitteln zur Wohngebäudesanierung zur Verfügung stellte. Die ca. 2,5 Millionen Wohnungen, die damit gebaut oder saniert wurden, ermöglichen eine jährliche Einsparung von roundabout 5 Millionen Tonnen CO2. 

In der Tat eine gute Sache, wenn dabei auch die Möglichkeiten der heute zur Verfügung stehenden Techniken berücksichtigt wird. Das umfasst Planungs- und Beratungsleistungen genauso so wie die richtige Auswahl von Produkten. Sieht man zum Beispiel das jährliche europäische Einsparungspotenzial von 111 Millionen Tonnen CO2 beim sinnvollem Einsatz von Sonnenschutz, so lassen sich noch sehr große Ressourcen im Bereich der Energieeffizienzmaßnahmen finden. Wichtig ist aber nicht nur das blanke Schielen auf Zahlen, sondern vor allem die individuelle Beratung für jedes einzelne Gebäude. 

Verbessert werden müssen neben den Beratungsleistungen durch Architekten und “Energieberater“ aber auch die Ausführungsdetails. Was nutzt das beste Fenster, wenn es durch unqualifizierte Personen undicht eingebaut wird. Oder der großflächige Einsatz von Wärmedämmputzsystemen wenn bei den Anschlussdetails von Balkonübergängen oder Fensterlaibungen Pfusch am Bau entsteht. Gerade bei der Abwicklung der Arbeiten durch Großunternehmen wird zu oft vollkommen unqualifiziertes Personal eingesetzt. Spezialisierte Handwerksunternehmen sind in der Regel viel besser aufgestellt, müssen sich aber auch ständig weiterbilden um den steigenden Anforderungen von EnEV & Co. folgen zu können. Das richtige Produkt am richtigen Ort, die perfekte Kombination bzw. Abstimmung mit anderen Sanierungsmaßnahmen und der richtige Einbau sind die Erfolgsformel für die effiziente Sanierung unseres Gebäudebestandes. Dazu muss im Vorfeld über alle möglichen Maßnahmen gesprochen werden, um auch bei Teilsanierungen „Step by Step“ zu einer optimalen Lösung zu kommen. Das heißt bereits in der Planung muss die Leistung der neuen Heizung auf mögliche Einsparungen durch andere Maßnahmen wie z.B. Wärmedämmung, Fenster etc. abgestimmt werden. Auch die Reihenfolge ist entscheidend bei der Sanierung, denn was nutzt der neue Wärmedämmputz mit alten Fenstern, wenn bei der späteren Sanierung der Fenster und Rollläden die Anschlussdetails nicht stimmen. Auch der solare Eintrag im Winter und die Reduzierung der Sonneneinstrahlung im Sommer durch richtig geplanten Sonnenschutz und Automatisierung muss Inhalt bei der Gesamtkonzeption von  Sanierungsmaßnahmen sein. Mit der richtigen Kombination von Maßnahmen kann das Einsparungspotential deutlich erhöht werden.  

Die Sendung Plus Minus setzt sich heute sehr kritisch mit dem Thema der „falschen Sanierung“ und dem „Sponsoring“ der Energiesparmaßnahmen durch den Staat auseinander. Auch der IfGA® Vorsitzende Prof. Dr. h.c. Klaus Layer kommt zum Thema „Planungs- und Ausführungsfehler“ zu Wort. Wir sind gespannt auf die Sichtweise von Plus Minus. Schalten Sie ein auf ARD um 21.45 Uhr oder folgen Sie morgen dem Link zum Filmbeitrag in der ARD Mediathek.

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