Energieeffizienz ...

... gilt als geflügeltes Wort, wenn es um das Thema Energieeinsparung geht. Mit der Richtlinie der europäischen Gemeinschaft EPBD (Energy Performance of Buildings Directive) hat sich der Begriff Energieeffizienz (Energy Performance) in den deutschen Sprachgebrauch eingebürgert und findet sich in vielen Foren des Internets, Fachartikeln und anderen Quellen wieder. Aber was bedeutet Energieeffizienz eigentlich, welches Bewertungskriterium kann hier angelegt werden? Zieht man die Definition aus der Betriebswirtschaftslehre heran, so ist ein Vorgang dann effizient, wenn ein definierter Nutzen mit minimalem Aufwand erreicht werden kann (Ökonomisches Prinzip bzw. Minimalprinzip). Folglich ist die Energieeffizienz ein Maßstab für den Energieaufwand zur Erreichung eines festgelegten Nutzens.

In Deutschland wurde die europäische Richtlinie mit dem Energieeinspargesetz (EnEG) und der darauf basierenden Energieeinsparverordnung (EnEV) umgesetzt,  mit der energetische Bewertung von Gebäuden nach einer Norm ergänzt. Mit der DIN 18599 kann die Energieeffizienz nach einem vorgeschriebenen Maßnahmenkatalog bestimmt und mit je nach Gebäudeart vorgeschriebenen Energieausweisen nachgewiesen und dokumentiert werden. Mit einer weiteren EG-Richtlinie ESD (Energy Service Directive, 2006/32/EG)  wurden Richtziele definiert, um für eine weitere Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen zu sorgen. Zusätzlich erzeugen Effekte wie steigende Energiepreise für Strom, Öl, Gas und sonstige Brennmittel den natürlichen Wunsch seinen Energieverbrauch zu senken. Dieses Handeln ist meist aber nicht durchgängig, da mit sinkenden Energiepreisen sehr oft die Anreize fehlen, entsprechende Maßnahmen konsequent weiterzuführen. Es bleibt also nur die Regulierung durch gesetzliche Vorschriften um die Ziele zur Energieeinsparung zu erreichen. Viel mehr in den Focus der Verbraucher müssen aber vor allem Themen rücken, die sich mit der Vermeidung von Energieaufwänden befassen, wie zum Beispiel der Bereich der solaren Gewinne bzw. die Vermeidung der solaren Einträge. Die effizienteste Art und Weise Energie einzusparen ist die, Energie erst gar nicht zu verbrauchen.

Auf die Gebäude umgesetzt, die momentan ca. 40 % unseres gesamten Energiebedarfs ausmachen, bedeutet das vor allem mit sinnvollen Kombinationen im Bereich Glas, Fenster, Fassaden, Sonnenschutz und automatischen Steuerungssystemen den Energieverbrauch wesentlich zu senken. Würden diese Faktoren mehr in die Bewertung bei der Ausstellung von Energiepässen einfließen, wäre es möglich zusätzliche Anreize bei den Verbrauchern zu schaffen, um die Energieeffizienz wesentlich zu steigern.

Eine Studie der DENEFF (Deutschen Unternehmensinitiative für Energieeffizienz) belegt, dass durch Effizienzmaßnahmen bis 2020 der jährliche Stromverbrauch um ca. 70 Mrd. Kilowattstunden (Leistung von ca. zehn Kernkraftwerken) reduziert werden. Diese Werte dieser Studie können noch verbessert werden. Es gibt noch viel zu tun. 

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