Nachhaltiges Bauen (und Sanieren?)...

Was macht nachhaltiges Bauen eigentlich aus? Ist es die reine Betrachtung von U-Werten, Materialen, Architektur, Konstruktionen oder verschiedener Sparstrategien? Der bedingungslosen Einhaltung von Vorschriften und Normen? Was ist mit dem Faktor Mensch in Verbindung mit dem Thema Nachhaltigkeit? 

Eigentlich ist es ja einfach, man plant eine möglichst kompakte Gebäudeform und reduziert die Transmissionsverluste der Gebäudehülle durch eine gute Dämmung. Eine hohe Dichtigkeit der Gebäudehülle durch hochwertige (kleine) Fenster und entsprechende Bauanschlüsse schaffen nebenbei äußerst geringe Lüftungsverluste, frei nach dem Motto, Luft die nicht ausgetauscht werden muss, benötigt keine Energie zum aufheizen. Zu guter Letzt werden mit Wärmerückgewinnungssystemen Abluft und Abwasser Restwärme entzogen und in den Kreislauf zurückgeführt. Diese Form einer Strategie ist aus der Entwicklung des Passivhausstandards entstanden.

Vergessen wurde hier aber der Faktor Mensch, denn gerade in unseren Breitengraden hält sich der Mensch aufgrund der klimatischen Verhältnisse zu einem großen Teil in seinem Wohnraum auf. Gute Architektur ist also notwendig wenn Gebäude angenommen werden sollen, Tageslicht und damit eine angemessene Größe von Fenstern ein wesentlicher Faktor des Wohlbefindens. Raumklima und Raumhygiene müssen berücksichtigt werden, denn niemand möchte in muffigen Räumen leben. Nur wenn die genannten Faktoren in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, wird sich der Mensch auch wohlfühlen. Bei nachhaltigen energieeffizienten Gebäuden stehen also die Sparstrategie und mögliche Gewinne durch solare Einträge über Fenster oder transparente Wärmedämmung (TWD), durch Photovoltaik und Solarthermie zur Diskussion. Zusammen mit einer guten Architektur und der Berücksichtigung von örtlichen Gegebenheiten wird eine lange Nutzungsdauer von Gebäuden massiv gefördert und dementsprechend ein nachhaltiger Lebenszyklus geschaffen.

Hat das Thema nachhaltiges Bauen seinen Einzug bei der Ausbildung an Fachhochschulen oder Universitäten geschafft und steht damit bei der Planung und Ausführung von Neubauten im Interesse der jungen Architekten, so gilt es auch den Focus auf die mögliche Nachhaltigkeit von Bestandsgebäuden zu lenken. Denn hier kommt er wieder ins Spiel, der Faktor Mensch. Niemand möchte sein Haus und seine gewohnte Umgebung verlassen, seine Erinnerungen an das gewohnte Umfeld missen. Gerade in diesem Bereich muss der Mensch mitgenommen, Aufklärung betrieben, notwendige Maßnahmen erklärt, und Alternativen aufgezeigt werden. Er geht nicht nur um Radikalsanierungen, es geht auch um Wege wie Step by Step, um sinnvoll und auch dem Geldbeutel angepasst zu sanieren. Dabei zählt jede Maßnahme, denn die schlechteste Lösung ist gar nichts zu unternehmen.

Gut ausgebildete Fachleute sind in der Lage entsprechende Sanierungskonzepte zu entwickeln und Bauherrn und Sanierer wirkungsvoll bei der Realisierung zu unterstützen. Ein neuralgischer Punkt bei der Gebäudesanierung ist das Thema Bauanschlüsse, denn gerade hier kommt es auf die handwerklich einwandfreie Ausführung der Arbeiten an, um z.B. die guten U-Werte eines neu eingebauten Fensters nicht durch Undichtigkeiten beim Einbau zunichte zu machen. Gerade in Bereich der Bauanschlüsse ist eine entsprechende Qualifikation der Handwerker unbedingt erforderlich, um die gestellten Anforderungen bei Planung und Einbau auch im Rahmen der Normen und Vorschriften erfüllen zu können.

Nachhaltiges Bauen und Sanieren, mit dem entsprechenden Wissen und Erfahrung überhaupt kein Problem.

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