Winterlicher Wärmeschutz

Unsere Gebäude sollten mit Blick auf den Wärmeschutz so konzipiert und realisiert werden, dass der Nutzer auf unterschiedliche klimatische Bedingungen reagieren kann, um nicht nur bei uns in Deutschland ganzjährig ein behagliches Innenraumklima sicherstellen zu können. In der grundsätzlichen Unterscheidung wir zwischen dem sommerlichen und winterlichen Wärmeschutz dient die winterliche Komponente dem Zweck, die Wärmeverluste von Gebäuden während der Heizperiode zu minimieren, ein hygienisch einwandfreies Innenraumklima für den/die Nutzer zu gewährleisten sowie die Baukonstruktionen dauerhaft vor den Folgen von Feuchteeinwirkungen zu schützen und damit die Schadensfreiheit der Bausubstanz zu garantieren. Wesentlich beeinflusst wird der bauliche Wärmeschutz dabei durch die Gebäudegeometrie und die bautechnische Ausführung der thermischen Gebäudehülle. Ein gut funktionierender winterlicher Wärmeschutz beinhaltet mehrere Maßnahmen, die die Wärmeübertragung bzw. den Wärmeaustausch zwischen Innenraum und Außenluft sowie kälterer Gebäudezonen reduzieren. Dadurch kann der Energiebedarf für die Heizung wesentlich reduziert (entsprechend auch die Schadstoffemissionen), und in Kombination mit einer effizienten und aufeinander abgestimmten Anlagentechnik die Voraussetzung für ein energieeffizientes und nachhaltiges Gebäude geschaffen werden.

Anforderungen an den winterlichen Wärmeschutz

Wesentliche Grundlage für die Berechnung des Energiebedarfs eines Gebäudes ist die jeweils gültige Fassung der Energieeinsparverordnung (derzeit EnEV 2009), in der die energetischen Mindestanforderungen für den Neubaubereich und den Gebäudebestand definiert werden. Die Hauptanforderung der EnEV für die Wohngebäudebereich wird mit dem zulässigen Jahresprimärenergiebedarfs für Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung, Kühlung sowie Beleuchtung abgebildet, der den Wert eines Referenzgebäudes mit gleicher Geometrie, Ausrichtung und Nutzung nicht überschreiten darf. Alle wärmeübertragenden Umfassungsfläche sollten dabei so ausgeführt werden, dass die Höchstwerte der mittleren Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Werte) eingehalten werden können. Werden die im Referenzgebäudeverfahren angesetzten oder bessere Werte für bauliche und technische Komponenten planerisch vorgesehen, kann sichergestellt werden, dass das Gebäude die Anforderungen der Energieeinsparverordnung einhält.

Bei umfangreichen Sanierungsmaßnahmen an bestehenden Gebäuden gelten die Anforderungen in der Regel als erfüllt, wenn die Werte für den Primärenergiebedarf und die Höchstwerte der mittleren Wärmedurchgangskoeffizienten der wärmeübertragenden Umfassungsfläche die Anforderungen für Neubauten um nicht mehr als 40% überschreiten.

Relevante Größe zur Beurteilung der energetischen Qualität von Bauteilen der Gebäudehüllenfläche ist dabei der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert), der es erlaubt die wärmedämmenden Eigenschaften von Bauteilen untereinander zu vergleichen. Die einfache Faustformel, je geringer der U-Wert, desto besser ist die Fähigkeit des Materials, den Wärmeaustausch durch ein Bauteil zu be-/verhindern, stellt sich als unverzichtbare Beurteilungsgröße bei der energetischen Sanierung dar.

 

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