Tore sinnvoll in die Gebäudeplanung integrieren

Das Thema Energieeffizienz wird aus ökonomischen und ökologischen Gründen auch im Bereich der Tore immer wichtiger. Als integraler Bestandteil der Gebäudefassaden werden Architekten/Planer und Bauherrn zukünftig intensiver über Torlösungen mit Wärmedämmung nachdenken müssen. Vier wesentliche Punkte spielen bei der Integration von Toren in Gebäuden eine entscheidende Rolle:

  • die thermische Trennung der Torzage beim Einbau ins Gebäude
  • die thermische Trennung der Torlamellen, Torsektionen etc.
  • die Abdichtung zwischen den Elementen und der Seitenbereiche
  • die Steuerung der Tore (Reduzierung der Öffnungsquerschnitte und der Öffnungszeiten)
Quelle: Hörmann

Werden diese Punkte beachtet und optimiert, dann sind schon heute gute UW-Werte zu erreichen. Herstellerangaben für Standardlösungen bewegen sich schon heute im Bereich von 1,3 bis 1,5 W/m2 K und haben noch deutliches Potenzial nach unten. Gerade in Gebäuden mit einem hohen Flächenanteil von Toren (Speditionen, Logistikhallen etc.) ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Aber auch bei den Toren werden automatische Steuerungen in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen, gilt es doch den Luftaustausch beim geöffneten Tor so gering wie möglich zu halten. Für jeden Menschen ist es selbstverständlich eine Kühlschranktür nur solange zu öffnen, wie erforderlich. Sicher muss hier nicht geheizt, sondern gekühlt werden, aber im Prinzip wird auch Fremdenergie zugeführt. Die Erfassung von Fahrzeugen und Personen und die daraufhin abgestimmte Öffnungshöhe sind erste Schritte, um nur soviel Öffnungsquerschnitt wie erforderlich herzustellen. Auch das Erkennen von Lauf- und Fahrtrichtungen von Personen und Fahrzeugen über Scanner etc. hilft Öffnungszeiten zu reduzieren. Gerade im Winter muss jeder kalte Kubikmeter Luft der bei geöffnetem Tor in eine Halle eindringt, teuer aufgeheizt werden.

Auch das Thema Fußgänger Tür sollte bei der Tor-Planung nicht außer acht gelassen werden, auch wenn die neuen Torvorschriften eine Tür-Torkombination nicht mehr vorschreiben. Einfaches Rechenbeispiel: Eine Fußgängertür hat einen Querschnitt von ca. 2,2 m2 bei sehr kurzer Öffnungs- und Schließzeit, ein 6 mtr. Sektionaltor wenn es nur auf 2 mtr. geöffnet wird einen Querschnitt von 12 m2 bei erheblicher höherer Öffnungs- und Schließzeit. Der Großteil der Tore öffnet heute noch deckenhoch, also bei Hallen bis ca. 4,5 mtr. und das entspricht ca. 27 m2. Viel Platz und Raum für Verbesserungspotenziale. 

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