Carbon Footprint ...

... oder einfach gesagt der CO2-Fußabdruck eines Produkts ist eine deutschlandweit (nicht international) akzeptierte Definition, die die Bilanz der Treibhausgasemissionen entlang des gesamten Lebenszyklus eines Produkts in einer definierten Anwendung und bezogen auf eine definierte Nutzeinheit bezeichnet.

Dieser Produktlebenszyklus gilt für die gesamte Wertschöpfungskette und umfasst:

- Herstellung, Gewinnung und Transport der Rohstoffe und Vorprodukte

- Produktion und Distribution

- Nutzung, Nachnutzung

- Entsorgung/Recycling

 

Mit der fortschreitenden Beanspruchung unserer Umwelt durch die Menschen gewinnt eine nachhaltige und dauerhaft umweltgerechte Entwicklung zunehmend an Bedeutung, auch um dem Bevölkerungswachstum gerecht zu werden. Neben Branchen wie z.B. der Chemie, dem Handel und den Nahrungsmittelherstellern ist gerade für das Bauwesen im nachhaltigen Umgang mit der Umwelt ein großes Entwicklungspotenzial zu erkennen, denn die Gebäude sind für nahezu 40% unseres gesamten Energieverbrauchs verantwortlich. Durch gezieltes Umweltmanagement wird auch die kontinuierliche Verbesserung der betrieblichen Umweltschutz-Leistungen eine immer größere Rolle spielen, um Energieeffizienz und den Klimaschutz zu verbessern. Gerade die Optimierung des Ressourceneinsatzes spielt dabei unter ökonomischen Gesichtspunkten eine immer größere Rolle, um Kosten einzusparen.

Warum sollte ein Hersteller seinen ökologischen Fußabdruck kennen?

Frankreich hat Ende Juni 2010 als erste europäische Nation ein Umweltschutz-Gesetzespaket (kurz Grenelle 2) verabschiedet. Obligatorisch wird dabei die CO2-Bilanz ab dem Jahr 2011 für Produkte und Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern oder öffentlichen Einrichtungen mit mehr als 250 Mitarbeitern. Aber auch durch internationale Programme (z.B. Japanese Carbon Footprint - Jemai TS-Q0010; USA LEED Programme – „climate bill“) erhöht sich der Druck in anderen Ländern und Industrien. So werden z.B. in der Handels-Branche kaum noch Produkte von Lieferanten bezogen, die keine Umweltdaten vorweisen können. Eine wesentliche Förderung des Nachhaltigkeitsbewusstsein innerhalb der Lieferkette und beim Kunden für umweltfreundliche Produkte.

Dieser Trend ist zunehmend auch in anderen Branchen zu erkennen. Den ökologischen Fußabdruck eines Produktes oder des Unternehmens zu kennen hilft strategische und kostenorientierte Entscheidungen zu treffen, die maßgeblich zum Umweltschutz beitragen und helfen die Wettbewerbsfähigkeit auf Dauer sicherzustellen. Mit der Ökobilanz werden die Stärken und Schwächen eines Produktes transparent und ermöglichen so die Bewertung und Optimierung. Die erzielten Effizienzsteigerungen, Kosteneinsparungen und die gewonnene Transparenz können ein deutlicher Wettbewerbsvorteil im wachsenden Markt für klimafreundliche Angebote sein. Eine Positionierung als klimabewusstes und umweltfreundliches Unternehmen zeigt sich gerade in Deutschland als sehr positives Herausstellungsmerkmal, und rückt immer mehr in den Fokus der Verbraucher. Für das eigene Unternehmen bedeutet die Kenntnis über die Umweltauswirkungen der Produkte aber auch eine hervorragende Basis für die Implementierung einer neuen Unternehmens-Umweltstrategie und das Treffen von Aussagen zur Umweltauswirkung für gezielte Kommunikationsmaßnahmen. Neben dem eigenen unternehmerischen Handeln und Bewusstsein wird die Aufklärung des Verbrauchers von zentraler Bedeutung sein, um zukünftig im Umwelt- und Klimaschutz entscheidende Fortschritte zu erzielen.

Unser YouTube Kanal
Besuchen Sie uns auf Facebook
Besuchen Sie uns auf XING
IfGA - Institut für Gebäudeanalytik e.V.
Experten beraten Sie gerne
Aktuelle Videos

Interessanter Bericht über die Wirkungsweise von Rollläden

Zukunft der Energie - Energiemix in Deutschland

VFF - Behagliches Klima mit Fenstern und Sonnenschutz

VFF - Automation mit Smart Home

VFF - Die richtige Reihenfolge bei der Sanierung

VFF - So schützen Sie ihr Haus vor Einbrechern